Latest news:

More info:

Hier finden Sie Infos zur Dorfgemeinschaft Velmede-Bestwig

Links:

- Bestwig
- Schützen
- MGV 1864 Velmede

Diese Seite wird in Kürze neu erstellt!

Straßenbezeichnungen Velmede – Bestwig
Nach dem Straßenverzeichnis der Gemeinde Bestwig vom 17.10.1990

Am Knochen
Am Breberg
Zum Bergkloster
Bundesstraße
Am Bähnchen
Ludwigstraße
Marienstraße
Heringhauserstraße
Ruhrstraße
Antoniusstraße
Im Wiebusch
Hermann-Lönsstraße
Friedr.-Wilhelm-Weber-Weg
A.v.Droste-Hülshoff-Weg
Wilhelm-Busch-Weg
Christine-Koch-Weg
Grimmestraße
Borghausen
Westfeld
Vereinsstraße
Am Stode
Friedensstraße
Bundesstraße
Manhennenweg
Gartenstraße
Kapellenstraße
Zum Schützenplatz
Andreasstraße
Schlesierstraße
Lindenweg
Südstraße
Feldstraße
Oberm Kirchhof
Kösters Kamp
Baumhofstraße
Grafschafter Weg
An der Kleinen Ruhr
Schulplatz
Heimes Hof
An der Andreaskirche
Halbeswiger Straße
Elisabethstraße
Veledastraße
Wiemecker Straße
Amselweg
Finkenweg
Drosselweg
Meisenweg
Kanalstraße
Mühlenstraße
Gepkerweg
Am Stockey
Oststraße
Hinterm Hofe
Unterm Schieferberg
Zum Hainberg
Zur Hammecke
Im Öhler
Rüdenbergstraße
Abt-Anno-Straße
Graf-Gottfried-Straße
Wilmes KampD
echant-Nies-Weg
Wiemecker Feld
Femeweg

Föckinghausen
Nierbachtal
Halbeswig

Straßennamen von Velmede-Bestwig und deren Deutung
(nach dem Straßenverzeichnis der Gemeinde Bestwig – Stand: 17.10.1990)

Am KnochenÜbernahme einer Flurbezeichnung
Am Breberg Übernahme einer Plurbezeichnung
Bergkloster Kloster der Heiligenstädter Schulschwestern – 1968 eingeweiht
Bundesstraßefrühere Bezeichnungen: Mindener Straße, Minden-Beverunger Straße, Provinzialstraße – nach 1945: Bundesstraße
Am Bähnchen Ehemalige Trasse der Ramsbecker Grubenbahn (Schmalspur) – um 1895 erbaut. Nach dem II. Weltkrieg stillgelegt.
MarienstraßeBenennung nach den Hof Stratmann/Mariens, der ein späterer Teil des sogenannten Niede-renhofs in Bestwig war.
LudwigstraßeBenannt nach Ludwig Dransfeld – Amtmann in Bestwig von 1880 – 1912
Heringhauser StraßeOrtsbezeichnung
RuhrstraßeNach dem Flußnamen Ruhr benannt – der Na-me (rura) ist keltischen Ursprungs -etwa 3.000 Jahre alt – Bedeutung: Fluß in sumpfiger Tal-lage
AntoniusstraßeBenennung nach einem der Vorfahren von Anton Hegener –
Hegeners Hof war der sogenannte frühere O-ber- oder Klosterhof in Bestwig.
Im WiebuschFlurbezeichnung
Hermann-Löns-StraßeH. Löns Schriftsteller der norddeutschen Hei-de – geboren 1866 in Kulm/ Westpreußen – gefallen vor Reims 26.9.1914
A.v.Droste-Hülshoff-Weg Bedeutendste deutsche Lyrikerin – geboren 10.1.1797 auf dem Wasserschloss Hüls-hoff/Münster – gestorben 1848 in Meersburg am Bodensee
Friedrich-Wilhelm-Weber-Weg Lyriker – 1815-1894 – lebte im Nethegau – Verfasser von “Dreizehnlinden“
Christine-Koch-Weg1869 in Herhagen/Reiste geboren – Vorwiegend plattdeutsche Dichtung – “Sauerländer Nachtigall” – 1951 in Bracht gestor-ben
Wilhelm-Busch-WegGeboren 1832 in Wiedensahl/Niedersachsen – Dichter und Mahler „Max und Moritz“ – ge-storben 1908
GrimmestrasseFriedrich Wilhelm Grimme aus Assinghausen 1827-1887; der volkstümlichste platt¬
deutsche Dichter des Sauerlandes
VereinsstraßeBenannt nach dem “Gemeinnützigen Bauverein”- etwa 1920
FriedensstraßeNach den beiden Weltkriegen sehr häufig be-nutzter Straßenname
Am StodeFlurname – Ende der 50-er Jahre
Zum Bergkloster1964 angelegt
KapellenstraßeBenannt nach der Dreifaltigkeits-Kapelle an der Einmündung in die Bundesstraße – die Kapelle wurde 1897 erbaut und 1967 beim Ausbau der B 7 abgerissen
WestfeldFlurname
Borghausen Ortsbezeichnung
ManhennenwegFamilienname – wahrscheinlich Kurzform aus Hermann (Manno) und Henne (Johannes) die Deutung von Dr.Kohle: Henne = Kuh ist sehr unwahrscheinlich
GartenstraßeÖrtliche Lagebezeichnung
Zum OstenbergDie Deutung nach der geographischen Lage ist irreführend. Wahrscheinlich ist der Name Os-tenberg eine Vereinfachung aus “Ossenberg”. Dort befand sich die von der Allgemeinheit benutzte minderwertigere Weidefläche für die Ziehochsen. (Prozess der Schafhudegemeinschaft gegen Schulte-Wiese” 1653 – 1658)
AndreasstraßeBenennung nach dem Patronat der Pfarrkirche St.Andreas
SchlesierstraßeBezeichnungen an die 1945 verlorenen Ostgebiete findet man in vielen Orten
Südstraße Allgemeine Ortslage
FeldstraßeÜber diesen Weg wurde vor der Bebauung das freie Feld erreicht
Lindenweg Keine Örtlichkeit – allgemeine Benennung
Oberm Kirchhof Flurname – der Friedhof wurde früher solange er mit der Kirche verbunden war Kirchhof genannt. Der Velmeder Friedhof wurde 1824 von der alten Kirche zur heutigen Ortslage verlegt
BaumhofstraßeFlurname – wahrscheinlich hieß es ursprünglich “Bomhof” – Deutung unklar
SchulplatzUrsprünglich Kirchplatz – später nach dem Neubau der St.-Anrdeas-Kirche
Alter Kirchplatz 1848-1850 Schulplatz der beiden Velmeder Schulgebäude – 1993 Umbenennung in Alter Kirchplatz
An der Kleinen RuhrÖrtliche Lage
HeimeshofEiner der alten Höfe der Velmeder Bauern-schaft. Der Name ist abgeleitet von dem Vor-namen Heimert, Heimbert od. Heinemann, die dem heutigen Heinrich entsprechen. Der Hof war freibäuerlicher Besitz. 1407 wird urkundlich ein Heym von Velmede erwähnt. Der Fa-milienname hat häufig gewechselt von Heine-mann über Meschede und Pieper nach Köster
Halbeswiger Straße Ableitung vom Ortsnamen Halbeswig
ElisabethstraßeBenennung nach Elisabeth Hücker, genannt Settchen-Tante, die in mehrerer Hinsicht für Velmede viel getan hat
VeledastraßeBenannt nach der Seherin Veleda (Veledahöhle). Der römische Schriftsteller Tacitus (55 – 105 n.Chr.) berichtet von der germanischen Seherin Veleda. Die Ursprünge, die Veleda mit dem “Hohlen Stein” bei Velmede in Verbindung bringen, sind nicht mehr zu ermitteln.
WiemeckerstraßeNach der Feldflur Wiemecke. Vielleich abgeleitet aus Wiem(b)ecke. Wim oder Wan = Sumpf
AmselwegAmsel (Turdus merula) althochdeutsch amsa-la, ein im Sauerland überall hei¬mischer Vogel, gehört zur Familie der Drosseln, Strichvogel
FinkenwegFinken (Fringillidae), der Name, mittelhochdeutsch vinke, ist seinem Gesang oder Lockruf nachempfunden. Finken sind vorwie-gend Körnerfresser mit kurzem Schnabel
DrosselwegDie Vogelfamilie der Drosseln (Turdus) hat durchweg gute Sänger, mittelhoch¬deutsch dro-schel, Zug- zum Teil auch Strichvögel (siehe Amsel)
MeisenwegMeise (Parus), althochdeutsch meisa, lebhafter Kleinvogel, verhältnismäßig standorttreu
KanalstraßeBenennung nach einem alten gemauerten Kanal, der in der Straße verlief
MühlenstraßeZuwegung zur Kornmühle am Mühlengraben
GepkerwegEine im Sauerland häufig auftretende Bachbe-nennung (auch Gebeke oder Gebke). Ein sehr alter Gewässername, zumeist kleine Flüsschen, die von einem bewaldeten Hang herab in einen größeren Fluß münden, vor allem an Ruhr und Lippe.
Am Stockey Nach der Flurbezeichnung
OststraßeNach der geographischen Lage benannt
Unterm SchieferbergHinweis auf Schiefervorkommen
Zum HainbergÖrtliche Lage – Name ist nicht zu klären
Abt-Anno-Straße Die Kirchengemeinde St.Andreas Velmede war bis zum 25.2.1805 dem Kloster Grafschaft incorporiert, d.h. die Kirchengemeinde war dem Kloster abgabepflichtig, die Pfarrstelle wurde mit einem Pater des Klosters besetzt. Der Gründer des Klosters war der Hl.Anno, Erzbischof von Köln(1010 – 1075), Gründungsurkunde 1072
RüdenbergstraßeDas Geschlecht der “Edlen von Rüdenberg” hatten vor den Grafen von Werl und Arnsberg gegenüber dem Schloßberg auf der anderen Ruhrseite in Arnsberg ihren Sitz. Im Jahre 1102 zwang der Erzbischof Fried¬rich I. von Köln den Grafen Friedrich den Streitbaren von Arnsberg, die Hälfte seiner Grafschaft abzutre-ten. Von den kölnisch gewordenen Bezirken wurde die Freigrafschaft Velmede an die E-delherren von Rüdenberg verlehnt; sie bildete eine der Rüdenberger Freigrafschaften. Die war allerdings nicht nur auf das spätmittelalterliche Kirchspiel Velmede beschränkt son-dern sie erstreckte sich auch über die von Velmede abgepfarrten Teile der Pfarreien Remblinghausen, Bödefeld und Brunskappel (Seibertz, ÜB II – Nr.566)
Graf-Gottfried-Straße Graf Gottfried IV. war der letzte seines Stammes und der letzte Graf von Arnsberg. Die Ehe mit Anna von Kleve war kinderlos geblieben. Aus unbekannten Gründen überwarf er sich mit dem Erzbischof und Herzog von Köln. Durch falsches Taktieren schied er auch noch aus dem Bündnis mit dem Grafen Engelbert III. von der Mark aus. Das bedeutete das Ende der Herzöge von Westfalen in Arnsberg. Am 25.8.1568 wurde er zum Verkauf der Graf-schaft Arnsberg an den Erzbischof von Köln gezwungen. Aus dem Bestand der Grafschaft Arnsberg fielen neben Burgen, Schlössern, Städten, Ortschaften und Freiheiten auch die Kirchdörfer und Pfarreien an Köln (villae et parochiae). Darunter waren: Corbeke, Allagen, Bremen , Voyßwinkel, Egginchusen, Affeln, Balve, Stocheym (Stockum), Hielvelde (Hellefeld) Kalle, Velmede, Remmelinghufen, Bye (Bigge), Reeste (Reiste), Weenholthusen, Raerbeke (Rarbach), Yffelpe (Elpe?), Overenkirken (Oberkirchen), Effeleve (Eslohe), Wurmbeke (Wormbach), Lene (Lenne), Overenhundeme, Oedinge, Berghusen. Seit 1368 gehört Velmede zum Kölnischen Sauerland.
Wilmes Kamp In Velmede gab es mehrere “Kämpe”. Kamp ist der weitaus häufigste Flurname in Westfa-len. In den meisten Fällen tritt “Kamp” als Grundwort mit dem Namen des Eigentümers auf. Der Kamp war in seiner Bezeichnung an keine Boden- oder Nutzungsform gebunden. Die Bedeu¬tung “eingefriedetes Stück Land” ist aus dem Lateinischen “Campus” entlehnt, ein ursprünglich umhegtes, von Wallhecke oder Zaun umgebenes Sondereigentum.
Zum Schützenplatz Örtliche Lage
Dechant-Nies-Weg Dechant Nies (aus Rehringhausen, Krs. Olpe), Priester in Velmede von 1909 bis 1927
Hinterm Hofe Örtliche Lage
Im ÖhlerFlurbezeichnung
FemewegFeme vom Mittelhochdeutschen Veme = Stra-fe. Seit dem 15.Jahrhundert gab es in Westfa-len nachweisbar öffentliche Gerichte, die so genannten Femegerichte. Vorsitzender war der Freigraf, es mußte mit mindestens 7 Freischöffen besetzt sein. Die Straßenbezeichnung weist auf die Freigrafschaft Velmede hin.
Zur HammeckeFlurbezeichnung
Kösters Kampsiehe Wilmes Kamp
An der Andreaskirche Lagebezeichnung
Grafschafter WegBezeichnung weist auf die enge Verbindung der Kirchengemeinde Velmede mit dem Kloster Grafschaft hin.